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12.09.2017
Mohammad Reza Haddadi - Unser Einzelfall

Als Jugendlicher zum Tode verurteilt, eine Neuverhandlung wurde zum wiederholten Mal abgelehnt. Seit über 7 Jahren von der Hinrichtung bedroht.

Iran will zum Tatzeitpunkt Minderjährigen hinrichten

Mohammmad Reza Haddadi, geboren 1987, befindet sich seit 2002 im Adelabad-Gefängnis in der Stadt Shiraz in Haft.Er wurde wegen eines im Alter von 15 Jahren begangenen Mordes im Januar 2006 von einem Gericht zum Tode verurteilt, obwohl er im Laufe des Prozesses sein Geständnis zurück gezogen hatte. Die Mitangeklagten bestätigten im Verfahren seine Unschuldsbeteuerungen. Es wurden bisher 6 Hinrichtungstermine angesetzt und kurzfristig wieder aufgehoben. Im Dezember hat Mohammad Reza Haddadi zum ersten Mal nach einer Novellierung des Islamischen Strafgesetzbuches von Juni 2013 einen Antrag auf Wiederaufnahmeverfahren an den Obersten Gerichtshof gestellt. Die Neuverhandlung wurde im September 2017 abgelehnt. Das Völkerrecht der Vereinten Nationen aber untersagt ausdrücklich die Hinrichtung von zum Tatzeitpunkt unter 18-jährigen Straftätern. Der Iran ist Mitglied bei den Vereinten Nationen und somit an die gemeinsamen Rechte und Pflichten gebunden.

Amnesty fordert die iranische Regierung dazu auf,

  • ihre Verpflichtungen gemäß dem Internationalen Pakt für bürgerliche und politische Rechte sowie einer UN-Resolution, in dem es heißt: dass die Todesstrafe nicht für Vergehen verhängt werden soll, die von Personen unter 18 Jahren begangen wurden, nachzukommen.
  • aus diesem Grund die Aufhebung des Todesurteils in eine Haftstrafe gegen Herrn Haddadi
  • eine Überprüfung des Falls sowie die Aussetzung von Hinrichtungsterminen

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Letzte Aktualisierung am 09.10.2017 21:08 Uhr